Demo für freie Geh- und Radwege

Die Demonstration für freie Geh- und Radwege fand mit einem großen Bündnis statt: der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club München (ADFC), der Bund Naturschutz München, die FUSS e.V. Ortsgruppe München und der Verkehrsclub Deutschland München (VCD) haben, initiiert von der Rathaus-Fraktion ÖDP/München-Liste, gemeinsam dazu aufgerufen. Auch Vertreter*innen des Behindertenbeirats München sprachen auf der Demonstration.

Die Organisator*innen der Demonstration haben ein gemeinsames Ziel: Die Polizei soll verstärkt dagegen vorgehen, dass Geh- und Radwege in München zugeparkt werden. Die Falschparker*innen gefährden durch ihr verantwortungsloses Handeln Kinder, Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, die zu risikoreichen Ausweichmanövern genötigt werden. 

Trotz der eindeutigen Gesetzeslage gibt es immer wieder Meldungen von Bürger*innen, dass die Polizei nicht ausreichend gegen Geh- und Radwegparker*innen vorgeht. Ehrenamtliche haben eine Karte erstellt, auf der zahlreiche Bereiche gekennzeichnet sind, in denen, meist mit zwei Rädern, auf dem Gehweg geparkt wird ohne, dass dies behördlich erlaubt/angeordnet wäre.

Dazu sagt Anais Schuster Brandis, Sprecherin von FUSS e.V. München: „Gehwegparken ist leider gang und gäbe. Gerade in Wohngebieten behindert und gefährdet das Falschparken auf Gehwegen insbesondere diejenigen, die am meisten Schutz brauchen: Senior*innen, Kinder und Menschen mit Behinderungen. Wir müssen Gehwege sofort wieder zu sicheren Räumen für alle machen!“ 

Ein erster Erfolg zeichnet sich ab: Die Polizei zeigt sich nach der Ankündigung der Demonstration nun endlich dialogbereit, nachdem vorab mehrere Versuche zum Austausch von höherer Seite abgesagt wurden. 

  • Die Regeln der Straßenverkehrsordnung proaktiv umsetzen! 
  • Gehwege als Schutzzone freihalten! 
  • Temporäre Halt- und Parkverstöße zeitnah ahnden! 
  • Systematisches Gehwegparken durch ein Konzept beenden! 
  • Das Parken vor Kreuzungen und abgesenkten Bordsteinen unterbinden! 
  • Falschparker:innen konsequent überprüfen und bei eindeutiger Beweislage Verstöße ahnden! 
  • Mitarbeiter:innen regelmäßig in Sicherheitsmaßnahmen schulen! 
  • Eine korrekte Unfallberichterstattung sicherstellen! 
  • Mitarbeiter:innen zur Vorbildfunktion ermutigen! 

Wir bleiben dran und werden das Gesprächsangebot der Polizei München annehmen!

Unsere konzertierte Aktion mit vielen Bündnispartner*innen hat ein großes Medienecho hervorgerufen, unter anderem:

Süddeutsche Zeitung:
 https://www.sueddeutsche.de/muenchen/gehwegparken-muenchen-fussgaenger-und-radfahrer-polizeipraesidium-muenchen-demonstration-1.6561138
Abendzeitung:
https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/unverschaemtheit-warum-aktivisten-vor-dem-polizeipraesidium-in-muenchen-protestieren-art-973549
Antenne Bayern:
https://www.antenne.de/mediathek/serien/bayernreporter/01hvp4q2nqn6zvb0ew4dq86r0j-muenchen-demo-fuer-freie-geh–und-radwege